Thieme E-Journals DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift Abstract

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58 nutzten diese noch zu Studienbeginn; 54 verzichteten gänzlich auf Anabolika. Neben einer atherogenen Wirkung, die auf einer Erhöhung des „bösen“ LDL-Cholesterins beruht, verschlechtern anabole Steroide die Fließeigenschaften des Blutes. Durch die gesteigerte Blutbildung von roten Blutzellen im Knochenmark besteht die Gefahr, dass das Blut “dicker“ wird und der Blutfluss zum Stehen kommt. Neben dieser erhöhten Viskosität führt auch ein vermehrtes Verklumpen von den Blutplättchen zu Thrombosen mit beispielsweise Schlaganfall oder Lungenarterienembolie.

  • Anabolika, so die Wissenschaftler, können auf langer Sicht die Entwicklung einer Atherosklerose und einer koronaren Herzerkrankung begünstigen.
  • Was der ambitionierte Hobbysportler schluckt und inhaliert ist unterschwellig bekannt.
  • Allerdings gibt es über die Wirksamkeit sehr unterschiedliche Meinungen.
  • Australische Forscher haben in einer Studie mit 93 männlichen Testpersonen untersucht, inwieweit die Folgen für Kreislauf, Herz und Hoden reversibel sind.
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“Für die meisten Leute, also fast alle, die einen ersten Anabolika-Zyklus beginnen, ist das am Ende etwas Langfristiges, nichts Kurzes. Und das liegt genau daran”, sagt Politis. Bei Männern können sie die Spermienproduktion verringern, die Brüste vergrößern, die Hoden verkleinern und Haarausfall fördern. Nebenwirkungen bei Frauen sind eine tiefere Stimme, unreine Haut, eine Verkleinerung der Brüste und verstärkter Haarwuchs.

Zahlreiche hormonelle Nebenwirkungen unter dauerhafter Anabolika-Einnahme

Üblicherweise setzt sich ein Stack aus intra­muskulär injizierbaren Testosteron-Estern in Kombination mit Estern von Nandrolon, Trenbolon, Drostanolon oder Boldenon zusammen. Wer neu einsteigt oder eher vorsichtig ist, nutzt oft einzelne, orale Testosteron-Präparate in moderateren https://lahus.com.mx/alles-was-sie-uber-testosteron-enanthate-steroide/ Dosen [2]. Orale Präparate werden oft auch zusätzlich zu injizierbaren Testosteron-Estern als Kick­starter oder Finisher eines Zyklus verwendet. Noch bevor die anabole Wirkung wissenschaftlich bestätigt werden konnte, experimentierten die Athleten bereitwillig mit den Substanzen.

Psychische Nebenwirkungen

Australische Forscher haben in einer Studie mit 93 männlichen Testpersonen untersucht, inwieweit die Folgen für Kreislauf, Herz und Hoden reversibel sind. Sie verglichen 41 gegenwärtige und 31 ehemalige Doper im Alter von rund 30 Jahren mit 21 Altersgenossen. Mehr als zwei Jahre lang hatten die Hobbysportler im Schnitt zu den Mitteln gegriffen. Hinzu kommen Veränderungen im Fettstoffwechsel und die Unterdrückung von tes­tikulärer Hormon- und Spermiengenese.

Grundsätzlich bedeutet dabei mehr zugeführtes Testosteron auch mehr Muskelmasse [5]. Allerdings ist unbekannt, ab welcher Dosis eine Grenze erreicht wird. Anabolika-Konsumenten nutzen teilweise außerordentlich hohe Dosierungen, die das Hundertfache einer therapeutisch indizierten Dosis betragen können [6]. 1974 wurde der Konsum dieser Substanzen schließlich vom Internationalen Olympischen Komitee untersagt. In Deutschland ist es nach dem Gesetz gegen Doping im Sport verboten, Steroide herzustellen, zu veräußern, zu vertreiben und in nicht geringen Mengen zu besitzen.

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